Leitfaden Selbständigkeit 11: Selbstorganisation

Vielleicht kennen Sie diese Zirkusnummer, bei der ein Artist Teller auf Stäben balanciert:

Er fängt mit einem Teller an, fügt weitere hinzu, rennt hin und her, rettet die Teller, die sonst abstürzen würden, und hält durch seinen Einsatz irgendwie alles am Laufen.

So sieht der Alltag der meisten Selbstständigen aus.

Was unsere Teller vorm Herunterfallen rettet?

Gute Organisation!

1. Kalender

Ich habe es mir zur Regel gemacht, extrem sorgfältig alle Fristen, Wiedervorlagen sowie meine privaten und beruflichen Termine in einen Webkalender einzutragen. Ein solcher Kalender hat den Vorteil, dass Sie von überall auf ihn zugreifen können, ihn nicht mit sich herumtragen müssen und ggfs. auch anderen Einblick in Ihre Termine geben können.

Zudem habe ich für Fristen und berufliche Termine einen Papierkalender, damit bei einer Computerpanne oder einem Internetausfall nichts verloren gehen kann.

Schauen Sie sich am Sonntagabend an, was Sie in der kommenden Woche erwartet und überprüfen Sie kurz vor Feierabend, ob Sie alle Aufgaben für den Tag erledigt haben und was am nächsten Tag ansteht.

Wenn Sie Ihre Aufgaben und Abgabefristen in Ihren Kalender eintragen, denken Sie daran, dass Sie nicht an jedem Tag gleich produktiv sind. Bauen Sie daher genug Puffer ein, damit Sie nicht in Zeitnot geraten und auch unvorhergesehenen Terminen Raum geben können.

2. Listen

Die meisten Menschen haben mehrere Dinge auf einmal zu tun. Es bietet sich daher an, Listen zu schreiben und alles aufzuzählen, was getan werden muss.

An Tagen, an denen es mir an Motivation mangelt, schaue ich mir meine Aufgabenliste an und nehme mir vor, mindestens drei Aufgaben abzuarbeiten.

Da auf meiner Liste in der Regel Sachen sind, auf die ich in dem Moment wirklich gar keine Lust habe, schaffe ich es so, wenigstens einen Teil meiner Arbeit zu erledigen.

Bin ich mit den vorgenommenen drei Aufgaben fertig, ist der Schwung in der Regel zurück und ich erledige weit mehr Punkte als die ursprünglich vorgenommenen.

Fügen Sie Ihrer Liste ab und zu auch Alltäglichkeiten hinzu, wie „Blumen gießen“ oder „Papier im Drucker nachfüllen“.

Solche Punkte lassen sich einfach abhaken, vermitteln aber dennoch den Eindruck, etwas geschafft zu haben!

3. Konzentration auf eine Aufgabe

Wenn Sie viele verschiedene Sachen zu erledigen haben, kommt es vor, dass Sie wirklich wie der Zirkusartist von A nach B rennen und sich gehetzt fühlen.

In solchen Augenblicken hilft es, sich nur auf eine einzige Aufgabe zu konzentrieren und an dieser Aufgabe zu bleiben, bis sie vollständig erledigt ist.

Danach können Sie diesen Punkt getrost abhaken und sich auf die nächste Aufgabe konzentrieren.

4. Routine

Sie haben sicherlich Zeiten am Tag, in denen Sie besonders effektiv arbeiten können. Es macht daher Sinn, Ihren Tagesablauf um diese produktiven Zeiten herum zu planen.

Ich arbeite am besten vormittags ab 9:00 Uhr. Ich bin zwar deutlich früher wach, habe aber gemerkt, dass mein Gehirn erst ab dieser Uhrzeit richtig auf Touren kommt.

Wenn Sie merken, dass Ihre Leistung zwischen 14:00 Uhr und 15:00 Uhr merklich nachlässt, macht es Sinn, ab diesem Zeitpunkt nur noch Dinge zu erledigen, für die Sie nicht Ihre volle Konzentration benötigen.

Finden Sie heraus, welche Zeiten für Sie am besten geeignet sind! Viele Menschen sind z.B. Nachteulen, die am liebsten abends arbeiten, wenn sie durch die Geschäftigkeit des Tages nicht mehr abgelenkt werden.

Selbstständige arbeiten oft weit mehr als 8 Stunden am Tag. In meinen Augen ist das nicht sinnvoll, denn was bringt es Ihnen, wenn Sie übermäßig viel Zeit in Ihre Arbeit investieren, aber am nächsten Tag alles, was Sie am Nachmittag produziert haben, noch einmal kontrollieren müssen, weil Ihnen wegen Ihrer Müdigkeit Fehler unterlaufen sind?

5. Aktion, auch ohne Motivation

Auf diesen Punkt bin ich durch einen Artikel von Paul Jarvis gestoßen. Zusammengefasst schreibt er, dass Motivation überschätzt wird:

Er arbeitet als Entwickler von Webseiten in einem kreativen Beruf, in dem viele seiner Kollegen auf die richtige Inspiration warten, bevor sie „richtig loslegen“.

Aber selbst, wenn Sie in Ihrem Traumberuf arbeiten, gibt es Tage, Wochen und Monate, in denen es um Ihre Motivation nicht zum Besten bestellt ist. Dennoch müssen Sie Ihren Job erledigen. Oder wie ein bekannter Sportartikelhersteller sagen würde:

„Just do it.“


Wenn Sie möchten, schreiben Sie mir doch Ihre besten Tipps zur Selbstorganisation in einen Kommentar!

Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung: Telefon 06373-891145, oder kontaktieren Sie mich hier.

 

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